BerichteIm Folgenden haben wir einige Berichte über unsere vergangenen Aktitiväten für Euch zusammengestellt. |
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Allgemein
2009
Bericht von unserer Wanderung “Ins Land der Schlösser“ am 01. Juni 2009
Frühjahrswanderung auf der Schwäbischen Alb, 09. Mai 2009
Höhen und Tiefen im Nordschwarzwald, 25. April 2009
Kugeln aus Marmor, 05. April 2009
Jurameer und mehr, 01. März 2009
Auf Brettern ins Tal, 03. – 10. Januar 2009
2008
Jahresabschluss auf Bayerisch, 25. – 26. Oktober 2008
Vortrag von Andy Holzer „blind climber“, 19. September 2009
Indianersommer – Kanupaddeln auf der Enz zwischen Mühlacker und Mühlhausen, 07. September 2008
Familiengruppenleiter-Grundausbildung in Bad Hindelang, 26.07. – 02.08.2008
Die Familiengruppe stellt sich vor, 05. – 06. Juli 2008, Sektionsstand auf dem Esslinger Bürgerfest
Den Rittern auf den Fersen, 04. Mai 2008
„Ab IN den Berg“ - Aktivität der Familiengruppe, Sonntag, 06. April 2008
„Schnupperklettern für groß und klein“ – Aktivität der Familiengruppe, Sonntag, 03. Februar 2008
Alpinskiwoche in Ratschings, Südtirol, 26. Januar – 02. Februar 2008
„Heilige Drei Könige“ - Aktivität der Familiengruppe, Sonntag, 06. Januar 2008
2007
Jahresabschluss, 27. – 28. Oktober 2007
„Herbstanfang mit neuem Wein und Zwiebelkuchen“, Sonntag, 23. September 2007
2009
Bericht von unserer Wanderung “Ins Land der Schlösser“ am 01. Juni 2009
18 große und kleine „Schlössergucker“ trafen sich am Pfingstmontagvormittag am Bahnhof in Asperg, um zunächst über das „Schwitzgässle“ den Hohenasperg zu besteigen, die Festung anzuschauen und den Rundumblick zu genießen. Auf schmalem Pfad ging es wieder hinab und die Monreposstraße entlang bis zum Seeschloss Monrepos. Am Ufer ließen wir uns das mitgebrachtes Picknick schmecken und begaben uns in einer Erzählreise auf eine Schlossbesichtigung.
Gut gestärkt ging es weiter auf der Schlossallee zum Favoritepark, wo sich handzahme Rehe die vom Picknick übrig gebliebenen Möhren füttern ließen. Vorbei am Schloss Favorite wanderten wir bis zum Residenzschloss. Unterwegs hörten wir immer wieder Wissenswertes über unsere Schloss-Stationen. Zum Abschluss ließen wir uns noch auf dem Ludwigsburger Marktplatz eine große Portion Eis schmecken, um anschließend vom Bahnhof mit der S-Bahn wieder zu unserem Ausgangspunkt zu gelangen.
Birke Martin
Frühjahrswanderung auf der Schwäbischen Alb, 09. Mai 2009
Wieder hatte die Familiengruppe die Möglichkeit einer Halbtageswanderung und bei einer „großen“ Wanderung, diesmal von Heinrich Dreßler geführt, einzusteigen.
Um die Mittagszeit traf sich die Familiengruppe, dieses Mal mit 11 Teilnehmern, am Wanderparkplatz Hohenwittlingen, in der Nähe von Bad Urach. Kaum hatten wir unsere Wanderschuhe geschnürt, kam auch die Hauptwandergruppe hinzu, die bereits die Hälfte ihrer Wanderung hinter sich hatte. Gemeinsam machte man sich an den Aufstieg zur Feste Hohenwittlingen. Dort nahmen wir bei bereits sommerlichen Temperaturen unser Mittagsvesper aus dem Rucksack, mit Blick ins Seeburger Tal, ein. Im leichten Auf und Ab des schmalen Traufweges, der dank dem Blätterdach der niedrigen Laubbäume guten Sonnenschutz bot, ging es weiter bis zur Ruine Baldeck. Dort hörten wir von Heinrich Dreßler die Sage um die herzensgute Ritterstochter, deren Leben jedoch an diesem Ort ein tragisches Ende nahm. Nach dem Abstieg ins Seeburger Tal, führte uns der Weg entlang der Erms bis hin zum „Speisecafé Schlössle“. Dort gab es zum gemütlichen Abschluss leckere Eisbecher und selbstgemachten Kuchen. Erst auf der Heimfahrt öffneten sich, zu unserem Glück, nach der schwülen Luft, die Himmelsschleusen.
Höhen und Tiefen im Nordschwarzwald, 25. April 2009
Ende April folgten wir der Einladung von Gerhard Wanke und gingen einen Teil der Wanderung im Nordschwarzwald bei Unterreichenbach mit.
Die Familiengruppe, durch 14 Teilnehmer vertreten, begann die Wanderung mit gemeinsamem Grillen zur Mittagszeit, am idyllischen Gaiernsee bei Unterreichenbach. Gemeinsam mit der Hauptwandergruppe, die am Grillplatz zu uns stieß, wanderten wir entlang des Reichenbachs bis zu den Kapfenhardter Mühlen und weiter bis zum Jägerhof mit Spielplatz und kleinem Wildgehege. Dort verließ uns die Hauptwandergruppe, um weiter bis zum Ausgangspunkt der Hauptwandergruppe zu gelangen.
Die Familiengruppe vertrieb sich derweil die Zeit am Jägerhof mit Naturerfahrungsspielen. Als die Hauptwandergruppe per Pkw wieder beim Jägerhof eintraf, ließen wir uns dort gemeinsam Kaffee und Kuchen schmecken. Die Familiengruppe wanderte die selbe Strecke, die dieses Mal jedoch völlig anders aussah, zurück und machte zum Abschluss noch Halt beim Wasserspielplatz nahe der Forellenzucht in Unterreichenbach.
Der April zeigte sich bei unserer Wanderung ins Neidlinger Tal am Fuße der Schwäbischen Alb zunächst von seiner nassen Seite und ließ die recht große Wandergruppe mit 23 Personen erst einmal Regenjacken und Schirme zücken. Unsere gute Laune wurde jedoch durch nichts getrübt, konnten wir doch schon bald die Ruine Reußenstein hoch oben in den Regenwolken entdecken. Natürliche Schiffchen (Blätter, Äste usw.) nahmen durch Kinderhand Fahrt im Zufluss der Lindach, in Richtung Tal auf und wir kraxelten entlang des Neidlinger Wasserfalls bis zum Aussichtspunkt hinauf. Dort angekommen, konnten wir einen Wasserfall einmal von oben betrachten und entdeckten gleich drei Feuersalamander als seltene Weggefährten.
Von einem Riesen war die Rede, der einmal in dem Wald gehaust haben soll, in dem wir uns befanden. Doch die Suche nach riesigen Fußspuren blieb erfolglos. Bei der Ruine Reußenstein angekommen, hatte der Regen endlich aufgehört, so dass wir das alte Gemäuer ausführlich erkunden konnten. Anschließend hörten wir noch die Sage vom Riesen Heim, den es tatsächlich gegeben haben soll. Nach der spannenden Geschichte begutachteten wir noch die steil abfallenden Felsen rund um die Ruine – die Kinder stets im sicheren Griff – und kehrten im nahegelegenen Reußensteiner Hof zum Mittagessen ein.
Mit vollen Bäuchen turnten die Kleinen noch etwas auf dem hofeigenen Spielplatz herum und schauten sich die dort lebenden Tiere an, bevor es wieder hinunter ins Tal nach Neidlingen ging. Dort besuchten wir zum Abschluss die Kugelmühle, in der aus kleinen Steinstücken durch reine Wasserkraft wunderschöne Marmorkugeln geschliffen werden. Zur Besichtigung der Mühle gesellten sich drei weitere Sektionsmitglieder, so dass wir am Ende insgesamt 26 Teilnehmer bei dieser Veranstaltung zählen konnten.
Jurameer und mehr, 01. März 2009
Anfang März wanderten zehn Teilnehmer unter fachkundiger Führung des Herrn Böhringer vom Förderverein Eislinger Saurierfunde e.V., auf dem Saurierpfad „Jurameer und mehr“ in Eislingen. Der Lehrpfad wurde nach den Funden beim Neubau der B10 bei Eislingen eingerichtet und so begleiteten uns die Saurier und viel Wissenswertes wie z.B. über die Entstehung der Schwäbischen Alb, der durch die Erosionskraft „umgedrehten“ Fils, eine saure Quelle usw., durch die Zeitreise im ehemaligen Jurameer.
Ausführlich berührte Herr Böhringer dabei verschiedene Stationen der Landes- und Naturkunde. Unterwegs kehrten wir zum gut bürgerlichen Mittagessen im Waldheim ein. Nach Erreichen unseres Ausgangspunktes, fuhren wir noch ins nahegelegene Holzmaden zum “Steineklopfen“ in den Urweltsteinbruch und brachten einige schöne Fundstücke (Versteinerungen in Schieferplatten) mit nach Hause.
Das Jahr 2009 haben wir sehr sportlich begonnen. Insgesamt 12 Ski- und Snowboardfahrer vom Kindergartenkind bis zum Rentner, vergnügten sich wieder im herrlichen „Weiss“, in Ratschings in Südtirol. Unsere „Skizwerge“ machten vormittags rasch Fortschritte im „Skipark“ des Skikindergartens und auch auf den „großen“ Pisten im Skikurs, während die restlichen Skiausfahrtteilnehmer Ski- oder Snowboard fuhren – manche zum ersten Mal – oder Schneewanderungen unternahmen. Nach dem Mittagessen im Skikindergarten, wurden die „Skizwerge“ oft von den „alten Skihasen“ zum Pistenflitzen abgeholt. Alle hatten dabei einen Riesenspaß.
Petrus meinte es wieder sehr gut mit uns. Nur am dritten Tag flöckelte es vom leicht bewölkten Himmel. Doch gerade das machte die Pisten butterweich.
Leider wurde mir meine Hilfsbereitschaft zum Verhängnis. Als ich einer gestürzten, fremden Skifahrerin den verlorenen Ski bringen wollte, fuhr ich mir über den schleifenden Skistock (die Hand brauchte ich für den „Transport“ des Skis) und stürzte dabei selbst - ungebremst auf die Schulter. Ein kurzer Krankenhausbesuch zeigte, dass die Schulter wohl nur geprellt war, was bekanntlich schmerzhaft, aber nur vorübergehender Natur ist. Deshalb schnallte ich mir schon einen Tag später die Skier wieder an und ließ mir noch drei weitere Tage das Skifahren nicht nehmen. Erst zu Hause, bei weiteren Arztbesuchen, stellte sich heraus, dass die Schulter gebrochen war.
Trotzdem konnten alle Teilnehmer die Skiausfahrt wieder in vollen Zügen genießen. Nachmittags plantschten wir im Hallenbad des Hotels und abends schlemmten wir beim mehrgängigen Menü Südtiroler Spezialitäten. Viel zu früh mussten wir wieder die Heimfahrt antreten, doch nahmen wir wieder viele schöne Erinnerungen mit nach Hause.
2008
Jahresabschluss auf Bayerisch, 25. – 26. Oktober 2008
Das Jahr 2008 schloss die Familiengruppe in kleinem Kreis, mit der Teilnahme am Jahresabschluss der Sektion, in Bamberg, im „Land der Knödel“ ab. Dort durften am Samstag nicht nur unsere Minikraxler zeigen, was sie konnten und am Abend wurde ins vergangene Sektions- und Familiengruppenjahr mit Bildern und Berichten zurückgeblickt. Als die Kinder im Bett waren, war es bei Gesang und selbstgebackenen Nussecken (Brigitte Axmann´s besondere Leckerbissen) gesellig. Am Sonntag besuchten wir bei einer geführten Stadtbesichtigung in Bamberg u.a. die Drehorte des „Fliegenden Klassenzimmers“ und von „das Sams“. So wurde der Jahresabschluss der Sektion auch für die Kinder ein interessanter Ausflug.
Vortrag von Andy Holzer „blind climber“, 19. September 2008
Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Bergwacht Göppingen, hatte diese den „blind climber“ in die Stadthalle Eislingen eingeladen. Unsere Sektion war bei diesem Vortrag durch Dieter Hantschel, Ausschussmitglied und Tourenbeauftragter und mich vertreten. Dabei wurden uns „Sehenden die Augen geöffnet“.
Der 42-jährige Andy Holzer, der seit seiner Geburt blind ist, ist einer von nur zwei blinden Extrembergsteigern auf der ganzen Welt. Der gebürtige Osttiroler legt Wert darauf, dass er nicht behindert, sondern gehandicapt ist. Schließlich kann er das, was seine Augen nicht sehen, immer noch schmecken, riechen, hören und vor allem fühlen. Gegen Höhenangst hat er sein ganz eigenes Rezept: „Sie dürfen einfach nicht nach unten schauen, so mach ich´s auch immer!“
Wir kamen während des Vortrags aus dem Staunen nicht mehr heraus. Andy Holzer klettert nicht nur im Gebirge in Schwierigkeitsgraden „herum“ von welchen wir nur träumen können, sondern fährt auch noch Mountainbike, Langlauf, Abfahrts- und Tourenski. Abgesehen davon hat er bereits mehrere hochalpine Ziele erreicht, wie bspw. 2008, den Mount Mc Kinley in Alaska mit 6.195 Metern Höhe. Sein großes Ziel sind die „seven summits“.
Beim Klettern erfühlt Andy Holzer zunächst im Nachstieg die Route und klettert sie später im Vorstieg aus dem Gedächtnis. Extremer geht´s nicht mehr: Im Juli 2006 kletterte Andy Holzer gemeinsam mit dem zweiten Blinden Extrembergsteiger der Welt, Erik Weihenmayer aus den USA, am Roten Turm (Schwierigkeitsgrad V+) in „doppelblinder“ Seilschaft.
Ehrfürchtig verließen wir den Vortrag und sehen seitdem mit „anderen Augen“.
Den Sommer ließ die Familiengruppe auf Indianerart ausklingen. „Bewaffnet“ mit Schwimmweste und Paddel begaben wir uns in Kanus (mit jeweils vier Personen – zwei Erwachsene und zwei Kinder) auf die Enz. Zunächst erklärte uns unser persönlicher „Guide“ auf dem Trockenen die wichtigsten Regeln beim Paddeln. Dann ließen wir die Kanus zu Wasser und begaben uns aufs schauklige Nass.
Völlig unerfahren paddelten alle zwölf Teilnehmer erst einmal wild drauf los, machten Bekanntschaft mit dem Ufer, ohne es zu wollen, drehten Pirouetten auf dem Wasser und konnten manchen Sturz ins Wasser in letzter Minute verhindern. Wenig später hatten wir den Dreh´ raus und machten kleine Wettrennen.
So konnten wir kleinere Stromschnellen prima meistern und ein paar Wehre mit dem Kanu „unterm Arm“ an Land umgehen. In Mühlhausen angekommen, waren alle enttäuscht, dass die Fahrt schon zu Ende war und wir einigten uns, wieder einmal einen Fluss mit dem Kanu zu bepaddeln.
Familiengruppenleiter-Grundausbildung in Bad Hindelang, 26.07. – 02.08.2008
Als sehr anstrengend und fordernd stellte sich unsere Grundausbildung zum DAV-Familiengruppenleiter im Sommer 2008 dar, zu der wir mit der ganzen Familie nach Bad Hindelang im Allgäu reisten. Damit wir direkt an der „Materie“ üben konnten, nahmen an der Ausbildung der Gruppenleiter insgesamt 22 DAV-Mitglieder, darunter elf Kinder, teil. Im abendlichen theoretischen Teil lernten wir eine Familiengruppe zu führen, Touren zu planen, kindergerecht vorzugehen, die Natur zu schützen, uns mit Karte und Kompass zu orientieren, Inhalte der Wetterkunde, Erste Hilfe im Freie (insbesondere im Gebirge), Gruppenpädagogik, Rechts- und Versicherungsfragen, Struktur des DAV und noch vieles mehr...
Tagsüber war dann der praktische Teil dran, das theoretisch Gelernte umzusetzen. Dabei wurden wir streng von den Ausbildern beobachtet, beurteilt, und letztendlich bewertet. Am Ende haben wir (Birke und Andreas Martin) die Ausbildung als Familiengruppenleiter bestanden. Nun werden wir uns mindestens alle zwei Jahre weiterbilden, um stets auf dem neuesten Stand zu sein und qualitativ hochwertige Arbeit in der Familiengruppe leisten zu können.
Eine besondere Herausforderung für uns als Familiengruppenleitung wurde die Organisation und Durchführung unseres Sektionsstandes beim Esslinger Bürgerfest. Nicht nur die Familiengruppe wollte sich vorstellen; neben einem Informationsstand unserer Sektion, mit Wissenswertem rund um unsere Hütte, unseren Aktivitäten und verschiedenen Gruppen in der Sektion, gab es leckere, frisch gebackene Waffeln, aufwändiges Kinderschminken und ein besonders gut angenommener Mini-Barfußpark. Zum Erfühlen verschiedener Naturmaterialien, wie z.B. Erde, Sand, Rindenmulch, Splitt, Schotter und Kieselsteine, haben wir keine Mühen gescheut und das Material unter körperlichem Einsatz hergeschafft und als Barfußpark in Szene gesetzt. Der Stand wurde mit regem Interesse besucht und unsere Angebote stetig genutzt.
Leider machte uns das Wetter am zweiten Tag einen Strich durch die Rechnung und ließ unseren Stand im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen. Nichts desto trotz war der Stand ein voller Erfolg! An dieser Stelle möchte ich allen Helfern, vom Teighersteller über Auf- und Abbauhelfer bis zum Standdiensthabenden, ganz herzlich für die große Mithilfe bedanken! Ohne Eure Hilfe hätten wir es nicht geschafft, unsere wirklich aufwändige Präsenz beim Esslinger Bürgerfest auf die Beine zu stellen!
Den Rittern auf den Fersen, 04. Mai 2008
Anfang Mai wurde es nicht nur für unsere Kleinsten der insgesamt 18 Wanderer bei einer Zeitreise zu den Rittern, in Dillweißenstein bei Pforzheim, besonders spannend. Zunächst ging es hinauf zum ehemaligen Standort der Burg Hoheneck. Unterwegs lernten wir durch ausführliche Berichte der Gruppenleitung vieles über die Gepflogenheiten des Mittelalters kennen. Es wurden mittelalterliche Namen an alle Teilnehmer vergeben und die Kinder konnten mit selbst hergestellter Naturknete Gesichter an Baumstämme und sonstige Wegbegleiter, zur Beschwörung der Waldgeister und Feen, zaubern. Auch wurden kleine Burgfräulein und Ritter aus Knete, Blättern und Ästen hergestellt und an die Waldwichtel übergeben. Auf dem ehemaligen Burgplatz von Hoheneck, übten sich die mutigen Miniritter an Ballonschwertkämpfen und zogen imaginäre Ritterrüstungen an. Bei einer Erzählreise konnten sich die Teilnehmer direkt ins Mittelalter versetzen.
Weiter ging es hinab zur Ruine Kräheneck, wo uns ein Minnesänger zu mittelalterlichen Gesängen auf der Gitarre begleitete. Aus Naturmaterialien wurde in gemeinschaftlicher Kreativität das Wappen von Kräheneck als Mandala auf dem Waldboden gelegt.
Vorbei an Burg Rabeneck ging es zu unserem Abschluss am Rande der Nagold. Dort ließen wir uns Speis und Trank ordentlich schmecken, bis wir entlang der Nagold zu unseren modernen Transportmitteln zurückkehrten.
„Ab IN den Berg“ - Aktivität der Familiengruppe, Sonntag, 06. April 2008
„Wir fahren in den Berg“
Vorweg gesagt: Der April zeigte sich bei dieser Veranstaltung von seiner interessantesten Seite. Neben Sonnenschein und Wolken präsentierte er auch noch Regen, Wind und Schneefall. Doch gut ausgestattet, konnte das keinen der 18 Teilnehmer schocken. Zumal als erster Veranstaltungspunkt der Besuch des Kupfer- und Silberbergwerks „Hella Glück“ in Neubulach auf dem Programm stand. Hierbei interessierte uns das Wetter herzlich wenig.
Nachdem sich alle Teilnehmer eingefunden hatten, „fuhren“ die zwölf Erwachsenen und sechs Kinder bis zu 400 Meter weit in den Berg hinein. Hier, ca. 60 Meter unter der Erdoberfläche erfuhren wir während der 40-minütigen Führung einiges über die Geschichte des Bergbaus in Neubulach: Die unterschiedlichen hier abgebauten Erze, zu denen neben Kupfer und Silber u.a. auch Malachit und Azurit zählten, aber auch die noch heute durchgeführte Asthmatherapie. Gebannt lauschten auch die Kinder, als unsere Führerin einen Golfball des über dem Stollen liegenden Minigolfplatzes aus ihrer Tasche zog und verkündete, auf welch wundersame Weise dieser bis an unseren Standort gelangt sein sollte.
Durch die sehr reine Luft spazierten wir an Erzplatten und Haspelblöcken vorbei und gelangten schließlich durch die teilweise recht niedrigen und schmalen Stollengänge wieder ans Tageslicht. Mit einem freudigen „Glück Auf“ verabschiedeten wir uns von unserer Führerin.
Beim anschließenden Mittagessen in der Stollenklause, stärkten sich alle für den darauffolgenden Spaziergang. Dem „Fledermauspfad“ folgend, ging es entlang eines Baches, auf einem schmalen Pfad unter umgestürzten Bäumen hindurch und über rutschige Steine hinweg. Zweimal überquerten wir den Bach, was dank im Wasser liegender Steine auch jeder trockenen Fußes schaffte. Ab dem unteren Wendepunkt des Rundwanderweges, ging es ca. 500 Meter auf einem etwas langweiligen Waldweg wieder zurück in Richtung Autos, was vor allem bei den jüngeren Teilnehmern teilweise auf Unverständnis stieß. Eine kurze Klettereinlage über den steilen und rutschigen Waldboden, ließ die Stimmung jedoch gleich wieder ansteigen. Bei den Autos angelangt, verabschiedete man sich herzlich, um nach insgesamt vier Stunden die Heimfahrt anzutreten.
Andreas Martin
„Schnupperklettern für groß und klein“ – Aktivität der Familiengruppe, Sonntag, 03. Februar 2008
An diesem Schnupperklettertag durften selbst die Kleinsten zeigen, wie viel Mut und wie wenig Höhenschwindel sie hatten, als es in der Kletterhalle in Stuttgart an die Kletterwand ging. Zunächst wurden alle kurz in die wichtigsten Regeln beim Klettern eingewiesen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dem Opi Hantschel, der uns als Sichernder tatkräftig unterstützte. Auch Heiner Dreßler gilt ein Dankeschön, der sich als Sichernder bereit erklärt hatte, den wir aber mit seiner Erkältung wieder nach Hause ins Bett schickten.
Als alle mit Gurt, Karabiner und Seil vertraut waren und die ersten Übungen zum Ablassen hinter sich hatten, wurde munter losgekraxelt. Da machten die Großen aber Augen, wie flink und geschickt unsere sechsjährigen Zwerge die Wand hochkletterten und kaum zu bremsen waren. Schließlich hatte dann jeder einmal seinen „inneren Schweinehund“ überwunden. Erschöpft, aber glücklich wurden zum Schluß Pizza und Flammkuchen vertilgt und nebenbei noch anderen Kletterern zugesehen.
Birke Martin
Alpinskiwoche in Ratschings, Südtirol, 26. Januar – 02. Februar 2008
„Auf Brettern ins Tal“
Dreizehn Schneebegeisterte von 3 bis 70 Jahren, hatten sich dieses Jahr als eine kleine Gruppe der Sektion in Südtirol zusammengefunden.
Petrus meinte es gut mit uns und ließ die Pisten kurz vor unserer Ankunft noch mit reichlich Neuschnee beschneien.
Bei überwiegend schönstem Skifahrwetter tobten sich die Skifahrer auf der Piste und die Nichtskifahrer beim Rodeln und Schneewandern aus oder probierten sich im Langlaufen. Die Kleinsten waren tagsüber im örtlichen Skikindergarten mit Skikurs und Betreuung bestens aufgehoben. So konnte jeder den Schnee auf seine eigene Art in vollen Zügen genießen.
Wer vom Schnee genug hatte, konnte im nahegelegenen Sterzing bummeln gehen oder im Hotel so richtig schön relaxen. Ob im Hallenbad oder Wellnessbereich, oder einfach bei einem guten Buch im gemütlichen Hotelzimmer, hier kam jeder auf seine Kosten.
Mittags traf man sich auf der Hütte zum Mittagessen und abends konnte man gemeinsam das reichhaltige und mehrgängige Menü im Hotel genießen. Wenn die Kinder im Bett waren, saß man gesellig rund um die Hotelbar zusammen, bis alle - von der vielen frischen Luft müde - ins Bett fielen.
Das Skigebiet hatte wirklich für alle etwas zu bieten. Auch ein paar Skitourengeher aus unserer Gruppe machten sich neben den präparierten Pisten auf Gipfeltour. Selbst die Nichtskifahrer kamen in Versuchung, doch einmal die Bretter unterzuschnallen und die Kinder düsten schon nach kürzester Zeit rasant den Berg hinunter. Das familiengeführte Hotel sagte allen gleichermaßen zu: Kinderfreundlich, mit sehr guter Küche, ruhig und trotzdem ideal gelegen, war es uns eine gute Herberge für diesen Urlaub.
Nach einer sehr schönen erholsamen gemeinsamen Woche war man sich einig: „Nächsten Jahr sind wir wieder mit dabei!“
Birke Martin
„Heilige Drei Könige“ - Aktivität der Familiengruppe, Sonntag, 06. Januar 2008
Besuch der Renninger Weihnachtskrippe
Als Auftakt der Familiengruppenaktivitäten 2008, besuchten wir die Renninger Weihnachtskrippe. In Malmsheim, Ortsteil von Renningen, wird jedes Jahr in der Martinuskirche eine sehr große Krippe zu einem Thema ausgestellt. Dieses Jahr war zum Thema „Völker wandern zu Deinem Licht“ im Mittelpunkt Bethlehem zu sehen. Eine orientalische Stadt mit Häusern, Türmen und Straßen. Mit Hirten und der bunten Welt des vorderen Orients. Die Seitenwände der Kirche waren mit markanten Bauwerken aus Afrika, Asien und Australien geschmückt. Auch die bekanntesten Berge dieser Kontinente konnten wir entdecken.
Im hinteren Teil der Kirche war Europa mit den Ländern der vier Himmelsrichtungen, der Norden mit Skandinavien, der Süden mit Italien, Griechenland, Spanien, der Osten mit Russland, Polen und Tschechien und der Westen mit Frankreich und England, ausgestellt.
Dabei wurden auch Krippen aus den jeweiligen europäischen Ländern mit einbezogen. Europa – von der prallen Sonne bis zum Eis – wurde uns mit verschiedenen Aufbauten und historischen Bauwerken näher gebracht. Ein von Hand geschaffenes und beeindruckendes Kunstwerk mit vielen liebevollen kleinen Details, ließen uns eine Reise um die ganze Welt machen, bis hin zum Stall in Bethlehem. Anschließend ließen wir uns neun „Krippengucker“ (fünf Erwachsene und vier Kinder) Kaffee bzw. Fanta und Kuchen im angrenzenden Gemeindehaus schmecken.
2007
Jahresabschluss, 27. – 28. Oktober 2007
„Siebenmeilenstiefel-Wanderung und mehr, beim Jahresabschluss im oberbayerischen Weilheim“
Eine schöne Unterkunft, mit leckerer Küche erwartete uns im Naturfreundehaus direkt an der Ammer in Weilheim. Als der Ausschuss am Freitagabend noch tagte, saßen die übrigen Mitglieder bereits gemütlich beisammen. Wir hatten in diesem Jahr unsere Freunde Tanja und Uwe, die zwei Mädels im Alter unserer Kinder haben, mitgebracht und freuten uns gemeinsam auf ein schönes erlebnisreiches Wochenende in Weilheim.
Am Samstag ging es dann auch schon los, durch den Wald in Richtung Kloster Andechs. Auf dem Weg dorthin querten wir einen Jakobsweg. Mittlerweile weiß ich, dass es mehrere davon gibt, deshalb schreibe ich nicht von DEM Jakobsweg, sondern von EINEM Jakobsweg. Die blaue Beschilderung mit weißen Stahlen, könnte auch als „verstrahlter Baum“ verwechselt werden, wie uns Michael Käsbauer, unser Wanderleiter für dieses Wochenende, augenzwinkernd erklärte.
Nach Besichtigung der Andechser Wallfahrtskirche auf dem Heiligen Berg über dem Ostufer des Ammersees inmitten des Fünf-Seen-Landes, ließen wir uns das Mittagessen (oft traditionell Schweinshaxe und Bier) im Klostergasthof schmecken.
Mit vollen Bäuchen ging es weiter nach Herrsching am Ammersee. Die Kinder ließen Steine übers Wasser springen und die restlichen Teilnehmer wanderten dem Kaffee entgegen. Eigentlich wollten wir, die zwei jungen Familien, die Wanderung hier beenden und den Rückweg auf vier Rädern antreten. Da unsere vier Mädels aber bis dahin so toll gelaufen waren, entschlossen wir uns kurzfristig bis zum Schluss mitzulaufen.
Und weiter ging es: mal weglos quer durch den Wald, mal auf Waldwegen... und der Weg schien endlos. Die Füße fingen an weh zu tun und langsam aber sicher wollten wir alle endlich zu den Autos kommen. Nach insgesamt 14 Kilometern Wanderstrecke hatten wir es dann geschafft. Mittlerweile war die jüngste Teilnehmerin auf den Schultern ihres „Trägers“ eingeschlafen, aber sonst kamen alle auf den eigenen Füßen am Ziel an. Ganz tapfer waren unsere jüngsten Wanderer die gesamte Strecke, wahrscheinlich mit Siebenmeilenstiefeln, mitgelaufen!
Abends wurde es dann ganz gemütlich. Nach dem bebilderten Jahresrückblick, mit vielen Eindrücken der Aktivitäten des vergangenen Jahres, wurde viel gesungen und gejodelt. Die Damen schmachteten bei Klaus´s La Pastorella regelrecht dahin. Damit wir alle das nächste Mal „mitschmachten“ können, ist der Text des Liedes im Anschluss an diesen Bericht abgedruckt.
Am Sonntag fuhren wir dann mit den Autos zum Fuße des Hohen Peißenbergs. Nach etwas anstrengendem Aufstieg, konnten wir das Panorama am „Bayerischen Rigi“ genießen und in der Wetterstation erfahren, wie das Wetter „gemacht“ wird. Anschließend besichtigten wir noch die Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“ und die Gnadenkapelle „Unserer lieben Frau“.
Danach trennten sich die Wege. Mit den Kindern blieben wir noch auf dem Hohen Peißenberg und aßen dort zu Mittag, während sich die restlichen Teilnehmer an den Abstieg machten, bevor es auf den Nachhauseweg ging.
Birke Martin
„Herbstanfang mit neuem Wein und Zwiebelkuchen“, Sonntag, 23. September 2007
„Goldener Herbstanfang“ - Familienwanderung
Pünktlich um 10.00 Uhr trafen sich am sonnigen Vormittag sechs Erwachsene und fünf Kinder zum vereinbarten Treffpunkt.
Nach herzlicher Begrüßung durch unsere Wanderleiterin Birke wollten die Kinder gleich davon stürmen.
Aber nach der Anmeldeliste fehlte noch ein Ehepaar.
Nach der Verständigung übers Handy (das Ehepaar hatte sich total in der Zeit vertan), gingen wir durch das bäuerlich wirkende Dorf zum ausgeschilderten Panoramaweg los.
Der Einstieg in die Weingärten lud gleich zum Naschen der süßen Lemberger und Ruländer Trauben, die dick und voll noch an den Rebstöcken hingen.
Zwischen den Weinbergen hatten wir einen tollen Ausblick hinunter in das Neckartal, in dem sich der Fluss durch die Landschaft schlängelt.
Gemütlich ging es durch die Weinberge. Die Kinder sammelten Schneckenhäuser und allerlei alte Wurzelstücke, die Erwachsenen unterhielten sich angeregt.
Auf der Höhe angekommen, gingen wir zu einem Parkplatz, an dem unsere zwei Kletterer Andy und Heiner ihre Autos abgestellt hatten.
Zur Überraschung der Teilnehmer holte unsere Wanderleiterin Birke aus dem Auto ihres Mannes Sekt und allerlei Gebäck, denn sie feierte ihren 35. Geburtstag.
So konnten wir unser Rucksackvesper wieder einpacken, denn die gefüllten Blätterteigstücke mundeten vorzüglich.
Zu diesem Frühstück traf dann auch das verspätete Ehepaar ein!
Bevor die Beine schwer wurden (vom Sekt), ging es weiter durch die Weinberge zu den Hessigheimer Felsengärten.
Hier schauten wir ein Weilchen den Kletterern zu.
Anschließend stiegen wir über Stufen hinab in das Neckartal. Einen kleineren Halt machten wir zur Freude der Kinder noch am Spielplatz bei der Felsengartenkellerei.
Die Zeit war inzwischen schon soweit fortgeschritten, dass wir uns zum bestellten Mittagessen sputen mussten.
Bei Schnitzel, Pommes, Zwiebelkuchen und Neuem Wein erwarteten wir noch unsere zwei Kletterer, die ziemlich verschwitzt ankamen.
So ließen wir unseren Familientag gemütlich ausklingen.
Bei herrlichem Sonnenschein (ja, wenn Engel wandern!) trennten sich die Teilnehmer.
Ein „Danke Schön“ unserer Birke für diesen wunderschönen Familientag mit neuen Freunden und natürlich alten Bekannten.
Barbara Hantschel



